Kampagne "Investieren statt kaputtsparen"

Stellungnahme zum Artikel "Demo von den Grünen lanciert?" (HAZ 22.6.24)

Wir, die Kampagne „Investieren statt kaputtsparen“, über die in dem genannten Artikel berichtet wird, sind ein überparteilicher Zusammenschluss von hannoverschen Vereinen, Verbänden und Menschen aus allen Arbeitsbereichen, dessen Antrieb soziales und kulturelles Engagement und demokratische Teilhabe ist. Über 400 Vereine arbeiten in Hannover für ihre Stadt und werden dafür gefördert – ­diverse Solo-Selbständige, Künstler*innen und rein ­ehrenamtlich Tätige kommen hinzu.

Über ihre Ziele und Aktionen diskutiert und entscheidet die Kampagne in transparenter, nachvollziehbarer Weise und vollständig in eigener Selbstbestimmung, eine Einflussnahme von Parteien für ihre eigene politische Agenda ist ausgeschlossen. Weder auf den Termin noch auf den Inhalt der Demonstration am 20.6.2024 vor dem Rathaus ist von außerhalb der Kampagne Einfluss genommen worden. 

Wohl aber ist der Anlass für die Aktionen von außen vorgegeben, nämlich von der hannoverschen Ratspolitik, die mit ihrer fortwährenden Diskussion über Kürzungen in den Bereichen Jugend, Kultur und Soziales die Arbeit und die Existenz dieser Einrichtungen und der Mitarbeitenden infrage stellt.

Statt an lächerlichen Legenden um Einflussnahme auf eine Protestbewegung zu spinnen, die sich aus eigener Betroffenheit und mittlerweile auch Wut speist, sollte die Politik dafür sorgen, dass es keinen Anlass für Proteste mehr gibt.

Wir fordern Politik und Verwaltung der Landeshauptstadt daher auf, sich auf ihren Auftrag der Daseinsvorsorge zu besinnen und die Zukunft der sozialen, kulturellen und pädagogischen Versorgung in der Landeshauptstadt Hannover in die Hand zu nehmen. Uneingeschränkte Teilhabe und ein menschenwürdiges Leben in der Stadt werden nicht mit Lichtstelen am Steintor und Eislauf am Raschplatz verwirklicht. 

Was die Stadtgesellschaft braucht, sind sichere Räume für Jugendliche, Solidarität mit Armutsbetroffenen, diskriminierungsfreie Zugänge zu Bildung und Orte der Kultur - Projekte für ein selbstbestimmtes Leben. Das Aufsagen eines Mantras von gelebter Demokratie reicht nicht aus, Investitionen in Bildung, Kultur, den sozialen Bereich und Jugendarbeit sind wirkmächtige Antworten auf plurale Krisenlagen

Investieren statt kaputtsparen!  Für Teilhabe und Demokratie und eine lebenswerte Stadtgesellschaft!

Auswertung und Präsentation

Umfrage zur Arbeitssituation von Kulturschaffenden in Hannover

In 2023 hat die VereinteKultur in Kooperation mit der Leibniz-Universität-Hannover im Rahmen einer Studienarbeit eine Umfrage unter hannoverschen Kulturschaffenden zu deren Arbeitssituation durchgeführt. 

Die Ergebnisse (Download - oder Klick ins Bild) liegen vor als textliche Zusammenfassung sowie als ausgewählte grafische Darstellungen und decken sich mit ähnlichen Untersuchungen, zeigen aber, dass Fragestellungen präzisiert und teilweise ergänzt werden müssen.

Dazu mag die Studie "Soziale Lage" des Bundesverbands Freier Darstellender Künste (BFDK) zur sozialen und wirtschaftlichen Lage von Erwerbstätigen in der Kultur- und Kreativwirtschaft beitragen, deren Datenerhebungsphase am 24.3.2024 endete. Seitens der VereinteKultur werden wir uns um eine Auswertung für den Raum Hannover bemühen, um lokale Faktoren klar identifizieren zu können.


Kampagne "Investieren statt kaputtsparen"

Stellungnahme zur aktuellen Diskussion über Kürzungen in den Bereichen Soziales, Beratung, Jugendhilfe, Kultur 

In den letzten Wochen werden Kürzungen im Rahmen der Haushaltsplanungen neu diskutiert, dabei wird auch die Ende Januar von OB Belit Onay und Stadtkämmerer Axel von der Ohe persönlich verkündete Rücknahme der Kürzungspläne im Bereich der freiwliigen Zuwendungen in Frage gestellt. Die "Kampagne gegen Kürzungen - Investieren statt kaputtsparen" hat dazu die nachstehende  Stellungnahme veröffentlicht, die hier als PDF heruntergeladen werden kann.

Gemeinsame Aktion von über 50 Kultureinrichtungen

Hannovers Kulturschaffende setzen ein Zeichen gegen den Hass

Seit Wochen gehen bundesweit hunderttausende Menschen auf die Straßen, um sich für eine offene demokratische Gesellschaft zu engagieren. Auslöser waren die Enthüllungen des Recherchenetzwerks Correctiv über eine Zusammenkunft von rechtsextremistischen und faschistischen Kreisen, die Pläne für eine massenhafte Deportation und Vertreibung von Menschen aus Deutschland entwickelten.

Auch in Hannover sind viele Menschen entsetzt. Am 20. Januar demonstrierten 35.000 auf dem Opernplatz friedlich. Diese Mobilisierung war ein starkes zivilgesellschaftliches Signal. Aber auch wenn das mediale Interesse zurückgeht, müssen demokratische Werte gestärkt und Minderheiten in unserer Gesellschaft weiterhin geschützt werden.

In Anbetracht steigender Zustimmungswerte für extrem rechte Positionen und Parteien, wachsendem Rassismus und Antisemitismus, öffentlicher Hetze und Diffamierung sowie zunehmendem Hass und aggressivem Populismus, ist ein breites, parteiübergreifendes Bündnis der gesellschaftlichen Mitte wichtiger denn je: Demokratie ist längst keine Selbstverständlichkeit mehr, sie muss jeden Tag aufs Neue gelebt und in manchen Fällen auch aktiv verteidigt werden.

Die Kulturschaffenden in Hannover stehen gemeinsam für ein solidarisches und vielfältiges Miteinander. Unabhängig von der Größe der Institutionen, Vereine oder Ensembles, unabhängig der künstlerischen Genres oder jeweiligen Trägerschaft: Alle Kulturschaffenden vereint der gemeinsame Auftrag, die Werte der freiheitlich demokratischen Grundordnung wie Toleranz, Freiheit und Gleichberechtigung zu leben und sich in ihren Projekten und Veranstaltungen für Differenzierung, Austausch und Dialog einzusetzen. Das hannoversche Publikum und die Besucher:innen sind tagtäglich in vielen Ausstellungen und Veranstaltungen dazu eingeladen.

Dieser Verantwortung geben nun rund 50 Kultureinrichtungen und Kulturschaffende in Hannover ein gemeinsames Gesicht. Mit den Slogans „Gemeinsam für Demokratie“ und „Zusammen gegen den Hass“ sind ab dem 12. Februar in Hannovers Innenstadt Plakate und Banner zu entdecken. Sie sollen sichtbar machen, dass Hannovers vielfältige und lebendige Kulturlandschaft ein verlässliches Rückgrat der Demokratie ist.


In eigener Sache

Die "Vereinte Kultur Hannover" hat einen neuen Vorstand!

Am 7. September 2023 fand die diesjährige Mitgliederversammlung des Vereins „Freie Kunst und Kultur Hannover e.V.“ in der RAMPE in der Nordstadt statt. Dabei wurden der erweiterte Vorstand (Sprecher:innenrat) und der Geschäftsführende Vorstand (GV) neu gewählt.


Große Protestaktion am 14. Juni 2023

Investieren statt kaputtsparen!

Die aktuellen Sparpläne der Stadt Hannover - davon sind wir alle betroffen:

Die Stadt plant mit dem neuen Haushaltskonsolidierungsprogramm drastische Sparmaßnahmen und Eingriffe, die unsere Arbeit existentiell gefährden. Hierzu hat der Rat der Stadt bereits den Beschluss gefasst, im Bereich der sog. Freiwilligen Leistungen Einsparungen in Höhe von 6 Mio Euro vorzunehmen. Starten soll das Ganze zum Haushalt 2025 / 2026. Die Kürzungen sollen in mehreren Schritten erfolgen und 2027 die Gesamteinsparung erreichen.

Wichtig: Die Entscheidungen über die jeweiligen Kürzungen in allen Fachbereichen werden in diesem Herbst im Rat der Stadt Hannover getroffen! Also müssen wir JETZT aktiv werden.

Die entscheidende Frage ist, was das für die Freien Kunst- und Kulturschaffenden, die Träger und deren Einrichtungen bedeutet: Wir von VereinteKultur gehen davon aus, dass die Einsparungen sich auf eine Gesamtfördersumme von ca. 42 Mio Euro beziehen. Der Stadtkämmerer Axel von der Ohe geht von 60 Mio Euro aus und bezieht dabei Leistungen der Kinder- und Familienarbeit in Höhe von 10 Mio. EUR mit ein, die mehr sind als reine Kinderbetreuungseinrichtungen und von daher keine Pflichtaufgabe darstellen (Familienzentren, Förderbereiche etc.). Details zu den Kalkulationen im Hinblick auf die Zusammensetzung können wir gern zusenden.

Was heißt das konkret: Bei einer Einsparsumme von 6 Mio. EUR von einer Gesamtsumme zwischen 42 Mio. und 60 Mio. EUR ergibt sich für jede Zuwendung

EINE KÜRZUNG DER KOMMUNALEN FÖRDERUNG IN HÖHE VON 10 - 15 %!

Eine solche Kürzung hat es in Hannover noch nie gegeben! Die Auswirkungen werden verheerend sein: Engagierte Menschen werden für Ihren Einsatz bestraft - Strukturen werden nachhaltig zerstört - Leistungen können für die Menschen in Hannover nicht mehr erbracht werden oder werden zu teuer.

Gleichzeitig haben wir gerade die Corona-Pandemie überstanden und stehen vor großen gesellschaftlichen Herausforderungen, die wir alle in unserer Arbeit spüren und bewältigen. Dann sollen die Löhne steigen, die Energiekosten sind gestiegen und die Kosten in allen Arbeitsbereichen erhöhen sich durch die Inflation.

Vor Jahren haben wir uns gemeinsam dafür eingesetzt, die institutionellen Förderungen im sog. Zuwendungsbereich zu dynamisieren und damit der Kostenentwicklung anzupassen. Die Politik hat damals endlich eine 1,5 %ige Steigerung der Zuwendungen beschlossen. Diese Summe müssen wir auf die geplanten Kürzungen noch drauf setzen!

Wir finden, dieses Sparprogramm müssen wir alle gemeinsam bekämpfen - deshalb findet am

Mittwoch, den 14. Juni ab 16.00 Uhr eine große Aktion gegen die Sparmaßnahmen vor dem Rathaus statt. 

Wir rufen wir die Organisationen und Verbände aus den weiteren Bereichen der sog. Freiwilligen Leistungen auf, gemeinsam mit uns gegen diese Sparmaßnahmen zu arbeiten (Jugend, Soziales, Gleichstellung, Sport, Umwelt und andere).

Wir möchten Euch nicht nur einladen, dorthin zu kommen und gemeinsam zu widersprechen. Wir möchten einen Auftakt für weitere möglichst gemeinsame Aktionen aller Beteiligten organisieren, die wir dann auch weiterhin gemeinsam planen sollten.

BITTE MACHT MIT - leitet diesen Aufruf an Eure Verteiler weiter!

Super wäre es, wenn ALLE etwas mitbringen, um laut zu sein, um Flagge zu zeigen, um Situationen sichtbar und hörbar zu machen. Sehr gern können Info-Stände aufgebaut werden - sehr gern können Aktionen gemacht werden. Bitte meldet Euch dazu bei uns unter kontakt@vereintekultur.de

Wir von VereinteKulturHannover organisieren und koordinieren diese Veranstaltung - bitte meldet Euch auch bei uns, wenn ihr in den Verteiler für das Aktionsprogramm aufgenommen werden wollt bzw. weitere Akteure in den Verteiler aufgenommen werden sollen.

Wir müssen viele werden - das wünschen wir uns sehr!

Viele Grüße vom Sprecher:innenrat der VereinteKulturHannover


Keine Kürzungen bei Kultur, Bildung, Sport und Sozialem!

Der Rat der Stadt Hannover hat im Rahmen des Haushaltssicherungskonzeptes XI beschlossen, im Bereich der sogenannten Zuwendungen bei Kultur, Bildung, Sport und Sozialem ab 2025 sechs Millionen Euro einzusparen – ohne bisher darüber zu informieren, wo und nach welchen Kriterien die Kürzungen geplant sind, obwohl sie noch im Verlauf dieses Jahres konkretisiert und beschlossen werden sollen.

Nach drei Jahren Pandemie und einem für die meisten Beteiligten schwierigen Neustart bedeutet das für eine Vielzahl der betroffenen Vereine und Einrichtungen, in Existenznot zu geraten, da die Kürzungen bei durchschnittlich etwa 10 bis 15 Prozent der bisherigen Etats liegen dürften – und das bei dramatisch gestiegenen Energie- und Betriebskosten.

Hiermit verspielt die Stadt Hannover die Idee einer lebendigen Zivilgesellschaft und unterläuft die Ziele bereits vorhandener Konzepte wie etwa des Kulturentwicklungsplanes 2030. Die anstehenden Kürzungen sind sozial ungerecht, treffen die Schwächsten und zerstören nachhaltig gewachsene Strukturen, die sich später nicht wieder aufbauen lassen.

Die geplanten Kürzungen gefährden am Ende sowohl das Image der Landeshauptstadt als auch den gesellschaftlichen und sozialen Zusammenhalt.

Wir fordern stattdessen angemessene Investitionen, um den Standort Hannover und die Beteiligten für die Zukunft fit zu machen und die Qualität der Angebote in Kultur, Sport und Daseinsfürsorge aufrecht erhalten und weiterentwickeln zu können.

Wir sind viele und wir sind laut!


Protestaktion am 14. Juni vor dem Rathaus

Das war unser Auftakt!

Wir sagen NEIN! zu den geplanten Haushaltskürzungen der Landeshauptstadt Hannover!

Am Mittwoch, den 14. Juni 2023, haben wir uns mit hunderten Menschen auf dem Trammplatz vor dem Rathaus versammelt, um gemeinsam gegen die Sparpläne der Stadt vorzugehen.

Während überall die Kosten für Energie, Ausstattung, Personal steigen, plant die Stadt knapp 6 Millionen Euro in den sogenannten „Freiwilligen Leistungen“ zu kürzen. 

Freiwillige Leistungen? Das sind Kultur, Bildung, Sport und Soziales!

Eine solche Kürzung hat es in Hannover noch nicht gegeben!

Hiermit verspielt die Stadt Hannover die Idee einer lebendigen Zivilgesellschaft und unterläuft die Ziele bereits vorhandener Konzepte wie etwa des Kulturentwicklungsplanes 2030. Die anstehenden Kürzungen sind sozial ungerecht, treffen die Schwächsten und zerstören nachhaltig gewachsene Strukturen, die sich später nicht wieder aufbauen lassen.

Die geplanten Kürzungen gefährden am Ende sowohl das Image der Landeshauptstadt als auch den gesellschaftlichen und sozialen Zusammenhalt.

Wir fordern stattdessen angemessene Investitionen, um den Standort Hannover und die Beteiligten für die Zukunft fit zu machen und die Qualität der Angebote in Kultur, Sport und Daseinsfürsorge aufrecht erhalten und weiterentwickeln zu können.

Die Protestaktion war nur der Auftakt! Wir laden euch ein, mit uns gemeinsam zu überlegen, zu planen, zu koordinieren. 

Wir sehen uns wieder am:
🗓️  29.06.2023
🕔  17:00 Uhr
📍  Kulturzentrum Faust

Kommt vorbei und überlegt gemeinsam mit uns, wie es weitergehen soll! 

Wir sind viele und wir sind laut!
Wir müssen noch lauter werden.
Wir dürfen nicht aufhören.

Die Bilder sind von Heiner Schlote und Katrin Ribbe

Protest gegen Haushaltskürzungen

Treffen der Protestinitiativen am 9.8.2023

Am Mittwoch, den 14. Juni 2023, hatten wir uns mit hunderten Menschen auf dem Trammplatz vor dem Rathaus versammelt, um gemeinsam gegen die Sparpläne der Stadt vorzugehen.

Schon da war klar, dass diese einmalige Aktion nicht ausreichen würde, um die Kürzungen der sog. "Freiwilligen Leistungen" abzuwenden. Wir luden alle Aktiven ein, gemeinsam zu überlegen, wie es weitergehen soll.

Am 29. Juni gab es ein erstes Treffen, bei dem alle betroffenen Bereiche - Kultur, Soziales, Jugend, Bildung, Sport - vertreten waren. Die Empörung über die geplanten Kürzungen füllte buchstäblich den Raum, es wurden Ideen und Gedanken ausgetauscht und Arbeitsgruppen dazu eingerichtet, wie der Protest am besten zu organisieren ist.

Am Mittwoch, 9. August findet das nächste Treffen statt, auf dem die bisherigen Ergebnisse zusammengetragen und die nächsten Schritte beraten werden. Kommt gerne vorbei und gestaltet die Aktionen mit!

🗓️  Mittwoch, 9. August 2023
🕔  17:00 Uhr
📍  Kulturzentrum FAUST / Warenannahme
✉️  kampagne@vereintekulturhannover.de

Wir sind viele und wir sind laut!
Wir müssen noch lauter werden.
Wir dürfen nicht aufhören.

In eigener Sache

Mitgliederversammlung der Vereinte Kultur Hannover am 7.9.23

Am 7. September 2023 um 18:00 Uhr findet die nächste Mitgliederversammlung des Vereins „Freie Kunst und Kultur e.V.“ - wie die VereinteKultur Hannover mit offizieller Bezeichnung heisst - in der RAMPE, Gerhardtstr. 3, 30167 Hannover (Nordstadt) statt. 

Auf der Tagesordnung stehen neben Berichten über die Aktivitäten der vergangenen Monate die Präsentation der Ergebnisse der Studie, die in Kooperation mit der Universität Hannover über die soziale und berufliche Situation von Kulturschaffenden in Hannover erstellt wurde, sowie die Neuwahl des erweiterten und geschäftsführenden Vorstands. 

Teilnehmen können nur Mitglieder, eine Stärkung des Vereins als Interessenvertretung aller Kunst- und Kulturschaffenden in Hannover durch Beitritt zum Verein ist jederzeit willkommen. 😊 Die Satzung des Vereins, der Mitgliedsantrag und die Beitragsordnung finden sich im Auswahlmenu oben unter "Verein" oder direkt hier, hier und hier. 
 
🗓️  Donnerstag, 7. September 2023
🕔  18:00 Uhr
📍  RAMPE, Gerhardtstr. 3, 30167 Hannover
✉️  info@vereintekulturhannover.de
Ungleiche Bezahlung

Offener Brief von Stadtteil-Kultureinrichtungen

Einige auf freier Trägerschaft beruhende Stadtteil-Kultureinrichtungen haben sich mit einem Offenen Brief an den Rat der Stadt Hannover, die Bezirksräte und den Fachbereich Stadtkultur gewandt, um auf die ungleiche Bezahlung ihrer Mitarbeiter*innen im Vergleich zu den festangestellten Mitarbeiter*innen der Stadt im Kulturbereich hinzuweisen. Einen Bericht darüber hat das Stadtteilmagazin Punkt Linden veröffentlicht, der offene Brief kann hier heruntergeladen werden.

Hannover  •   Neues Rathaus  •  30. November 2023  •  ab 14:00 Uhr

Aufruf zum Aktionstag der Kampagne „Investieren statt kaputtsparen“

An alle ehrenamtlichen und hauptamtlichen Akteur*innen und alle, die wir mit unseren Angeboten und Hilfen erreichen, die unsere Einrichtungen und unsere Angebote nutzen: 

Bitte kommt am 30. November vor der nächsten Ratssitzung zum Rathaus, mobilisiert alle Eure Kolleg*innen und Freund*innen und leitet diesen Aufruf weiter! 

Die Situation
Noch immer wissen die Engagierten, Beschäftigten und Betroffenen in Vereinen und Verbänden, deren Arbeit als sogenannte Zuwendung finanziert wird, nicht, wie sich die von der Stadt geplanten Haushaltskürzungen konkret auf ihre Arbeit auswirken werden. Die Dezernate für die Arbeitsbereiche Soziales, Bildung, Kinder und Jugend, Schule, Kultur, Gleichstellung, Integration und Umwelt mussten Sparvorschläge an den Kämmerer liefern. Insgesamt 6 Millionen sollen es sein, das entspricht 10 Prozent der bisherigen Zuschüsse. 

Die Politik ist informiert und muss sehr bald entscheiden, was sie tut. Die geplanten Kürzungen sind eine Katastrophe, sie gefährden unsere Arbeit existentiell. 

Wir wollen vor der nächsten Ratssitzung am 30. November den Ratsmitgliedern deutlich machen, dass wir noch da sind, und den Druck aufrecht erhalten!

Noch ist es nicht zu spät: Wir kämpfen weiter gegen die Kürzungen – im Interesse der Menschen in Hannover, der Demokratie, der Daseinsvorsorge und für die Lebensqualität in unserer Stadt! 

Do, 30.11.23 - 14:00 Uhr

  • Treffen auf dem Trammplatz vor dem Neuen Rathaus
  • Bringt Fahnen, Transparente und Banner mit!
  • Zeigt auf dem Platz vor dem Rathaus, dass wir viele sind - bunt und laut! 
  • Wir werden per Lautsprecher ein vorbereitetes Audio in Dauerschleife laufen lassen, um unser Anliegen zu untermalen. 
  • Einige Besucher*innen werden in das Rathaus gehen, um es zu besichtigen. 
  • Wir werden Glückskekse mit unseren guten Wünschen für die politischen Entscheidungen an die Ratsmitglieder verteilen. 
  • Wir bereiten Sticker für unsere Kleidung vor, um zu zeigen, wofür wir stehen. 

15:00 Uhr

  • Wir besuchen die Ratssitzung und zeigen Flagge

Wir sind  V I E L E  und wir sind bunt und laut!

Teilt diesen Aufruf (Download) und kommt alle!   Mehr über die Kampagne im Infoflyer.


Einladung zum Urbanen Salon am 3.12.2023 um 12:30 Uhr im Künstlerhaus

"Stadt und Improvisation" - mit Christopher Dell, Jazz-Musiker und Stadttheoretiker

Der Arbeitskreis „Stadtentwicklung“ des Vereins veranstaltet in Kooperation mit der Stadt Hannover und dem Kunstverein Hannover nun bereits zum dritten Mal seinen „Urbanen Salon“, diesmal zum Thema „Stadt und Improvisation“, am Sonntag, den 3. Dezember 2023 um 12:30 Uhr im Künstlerhaus in der Sophienstraße.

Eingeladen sind der preisgekrönte Vibraphonist und Städtebautheoretiker Christopher Dell, der in seiner wissenschaftlichen Tätigkeit - korrespondierend zu seinem Wirken als Jazz-Musiker - den Ansatz der Improvisation verfolgt. Er wird eine Lecture halten, die sich aus klassischem verbalen Vortrag und musikalischer Darbietung auf dem Vibraphon zusammensetzt.

Im Anschluss wird er seine Thesen im Rahmen eines Panels mit dem Fotografen Akinbode Akinbiyi, der zur Zeit im Kunstverein ausstellt, Melanie Botzki vom Kulturmanagement der Stadt Hannover und der Designerin Sabine Hirsch, die sich mit räumlicher Kommunikation beschäftigt, diskutieren. Weitere Informationen zur Veranstaltung und zu den Zielen des AK Stadtentwicklung im Rahmen der VereinteKultur im Veranstaltungsflyer.

Wir laden alle Mitglieder (und Nicht-Mitglieder) herzlich zur Teilnahme an dieser sicherlich spannenden Veranstaltung ein und bitten um Weitergabe bzw. Weiterleitung der Einladung an interessierte Menschen. Der Eintritt ist frei.


"Hallo Niedersachsen" am 3.10.2023

Bericht des NDR zum Aktionstag am 21.9.23

Am 3. Oktober berichtete der NDR in der Sendung "Hallo Niedersachsen" unter dem Titel "Hannover kürzt Geld im Kultur- und Sozialbereich" über die Protestaktionen am 21.9.23 in Hannover am Kröpcke. Dazu wurde auch Hannovers Finanzdezernent Axel von der Ohe befragt sowie in anderen Städten Niedersachsen recherchiert, ob Ausgaben für Soziales und Kultur gekürzt werden. Ein sehenswerter Bericht - auch wenn am Ende noch das Motto der Kampagne etwas "kaputt gemacht" wurde.


Protest gegen aktuelle Kürzungsvorschläge von CDU, SPD, FDP

"Für eine lebenswerte Stadt braucht es mehr Mittel und keine Kürzungen!"

In den letzten Wochen sind Kürzungsvorschläge seitens CDU, SPD und FDP für den Haushalt 2025/26 bekannt geworden, die eine Reihe von Vereinen und Institutionen empfindlich treffen würden.

Diese Pläne stoßen bei der Vereinten Kultur Hannover auf großes Unverständnis. Nachdem die hannoverschen Kulturschaffenden die Pandemie und die Energiekrise überstanden haben, befinden sich die Kultureinrichtungen und Akteur*innen finanziell bereits aktuell am absoluten Limit. In dieser Situation keine Erhöhung der Zuwendungen zu bekommen, wie ursprünglich im Kulturentwicklungsplan der Stadt Hannover vorgesehen, bedeutet bereits eine praktische Kürzung der Mittel und Möglichkeiten.

Die VereinteKultur und andere Betroffene haben bereits öffentlich zu den Kürzungsplänen Stellung genommen:

Die Freie Kulturszene Hannovers wird die angekündigten Kürzungen nicht hinnehmen und gemeinsam mit den Bündnispartner*innen aus den Bereichen Jugend und Soziales weiter aktiv dagegen protestieren.

Als erste Aktion werden wir vor der nächsten Sitzung des Kulturausschusses am 15.11.2024 vor dem Rathaus demonstrieren. Kommt zu dieser Demo, zeigt, dass ihr mit den Kürzungen nicht einverstanden seid.

🗓️  15.11.2024
🕔  13:00 Uhr
📍  Neues Rathaus, Hannover 


Ergebnisse bundesweiter Studie zur wirtschaftlichen und sozialen Lage von Kulturschaffenden

Hälfte aller Einkommen an Armutsgrenze, Frauen 15% weniger als Männer

In 2024 hat die Prognos AG im Auftrag des BMWK und der Bundesbeauftragten für Kultur und Medien eine Studie zur wirtschaftlichen und sozialen Lage von Kulturschaffenden durchgeführt, deren Ergebnisse vor kurzem vorgestellt wurden.

Danach liegt das durchschnittliche Netto-Jahreseinkommen von selbstständigen Kulturschaffenden bei ca. 18.750€, bei der Hälfte der Befragten liegt es unter 15.000€! Das ist genau der Schwellenwert der Armutsgefährdung im Jahr 2022! Auch in der Kultur gibt es einen Gender Pay Gap: Im Durchschnitt verdienen selbstständige Frauen 15% weniger als Männer.

Diese Einkommenssituation wirkt sich natürlich auch auf die Altersvorsorge aus, der monatliche Beitrag zur Rentenversicherung liegt bei durchschnittlich 150€! 93% der Befragten zahlen noch durchschnittlich 145€ in eine private Altersvorsorge ein. 40% der Befragten haben können keine Rücklagen für das Alter bilden, 80% gehen folgerichtig davon aus, dass die Rente im Alter nicht für den Lebensunterhalt ausreichen wird.

Hier liegt ein immenser sozialer Sprengstoff, es droht massive Verarmung im Alter! Die Zusammenfassung der Studie kann hier heruntergeladen werden. 

Nachstehend einige "Key facts" aus der Studie in der Übersicht.


Theater-Performance "RaumRegler" - Bewegung im öffentlichen Raum zwischen StVO und persönlicher Neurose

Der Arbeitskreis Stadtentwicklung der VereinteKultur lädt in der Reihe "Urbaner Salon" herzlich ein zur Performance “RaumRegler“ mit anschließendem Podiums- bzw. Künstlergespräch am 13./14.2.25 im Kulturzentrum Pavillon.

Welche Regeln bestimmen den öffentlichen Raum? Welche sind sichtbar und welche nicht? Wie koordinieren sie unsere Bewegungen und leiten durch das Chaos sozialer Begegnungsräume? Welche Regeln haben wir sogar selbst festgelegt?

In der einstündigen Performance wird durch Lecture-, Film- und Tanzanteile dieses Themenfeld untersucht. Es geht darum, Regeln und Handlungsanweisungen zu formulieren und sie zu brechen: Ein Spannungsfeld zwischen Straßenverkehrsordnung und persönlichen Neurosen - Imperative, Zwänge, Beteiligung, Spiel und Unfug im Stadtraum. Weitere Infos im Veranstaltungsflyer.

Im Anschluss an die Aufführung am Donnerstag, 13.2.25, findet ein Publikumsgespräch mit der Künstlerin Sophie Casna über das Stück statt, nach der Aufführung am Freitag, 14.2.25, um 20:45 Uhr ein Podiumsgespräch mit der Künstlerin Vera Burmester, dem Autor Jan Fischer und der Theatermacherin Sophie Casna über Gesetze, Handlungsanweisungen, soziale Dynamiken, Individualität, Ziellosigkeit, Poesie und Ungehorsam statt. Moderation: Thomas Kaestle

Der Eintritt ist frei, Reservierung erbeten unter www.vereintekultur.de/raumregler


Für Frühjahr und Sommer 2025 sind mehrere Workshops der VereintenKultur geplant:

Romina Geppert arbeitet als freischaffende zeitgenössische Tänzerin, Choreografin, Tanzpädagogin und Social Media Beraterin für Tanz-, Kunst- und Kulturschaffende. Ihr Format HOW TO INSTAGRAM findet am 03.06.2025 von 10:00–18:00 Uhr im Stadtteilzentrum Nordstadt/Bürgerschule statt. Geppert wird – angepasst an das Vorwissen der Teilnehmenden – einen Einblick in alle relevanten Instagram-Funktionen und -Mechanismen geben.

Teilnahmegebühr: 15 Euro für Mitglieder

Der Arbeitskreis für kulturpolitisches Empowerment – unter uns auch Bootcamp genannt – möchte mit gezielten und gut strukturierten Workshops Kulturakteur*innen mehr Agency ermöglichen, damit sie in Verhandlungsprozessen um Fördergelder und die Zukunft der Kulturarbeit nicht mehr feilschen müssen, sondern ein Gespräch auf Augenhöhe entstehen kann.

Geplant ist ein Workshop mit Geraldine Mormin: Stark und Sichtbar – Sicheres Auftreten für FLINTA* am 15.05.2025 von 16:30–19:00 Uhr im Stadtteilzentrum Nordstadt/Bürgerschule (FLINTA* only).

Teilnahmegebühr: kostenfrei für Mitglieder / 15 Euro für Nicht-Mitglieder

Außerdem wird es am 24.06.2025 ab 19:00 Uhr einen Panel Talk mit Eva Bender, Kulturdezernentin der LHH, im Künstlerhaus Hannover geben: Amt trifft Art – Kulturverwaltung verstehen und nutzen. Vorab lädt das Kulturbüro der LHH um 17:00 Uhr zum Info-Abend ein und berichtet über Möglichkeiten und Grenzen der Kulturförderung.

Teilnahmegebühr: kostenfrei für alle